Übersetzen und Star Trek – Teil 1: Der Universalübersetzer

Star Trek zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass es sich Themen annimmt, die in anderen Science-Fiction-Serien nur eine kleine oder keine Rolle spielen. Dazu gehört auch auch die Frage, wie die verschiedenen Spezies in den Serien und Filmen miteinander kommunizieren. Dass alle das Englische der Erde sprechen, ist nicht anzunehmen.

In StarTrek bedienen sich die Macher daher eines kleinen Tricks, vielmehr eines Geräts namens Universalübersetzer, auch Universaltranslator genannt.  In diesen sind die Grundstrukturen bekannter Sprachen einprogrammiert. Bei Gesprächen mit Angehörigen anderer Spezies wandelt er die Sprache des Sprechenden in die des Gegenübers um. Dazu gehört auch die Dämpfung der Heimatsprachen der Sprechenden, sodass nur noch die gedolmetschte Version zu hören ist. Zudem bleiben die Stimmcharakteristika erhalten, sodass Emotionen wie Zorn, Wut, Freude oder Trauer auch in der gedolmetschten Fassung immer noch transportiert werden.

Neben dem reinen Dolmetschen bekannter Sprachen kann der Universalübersetzer auch Matrizen bislang untbekannter Sprachen erstellen. Dazu benötigt er umfangreiches Sprachmaterial.  Das einfachste Mittel zur Erlangung diesen Materials ist, die Leute reden zu lassen. Der Universalübersetzer nimmt diese Informationen auf, analysiert es und erzeugt daraus eine Übersetzungsmatrix. Mit dieser ist es dann möglich, mit den Sprechern dieser neuen Sprache zu kommunizieren.

Interessant ist die auch Tatsache, dass sich der Universalübersetzer in der Zeitlinie des Star-Trek-Universums entwickelt. So ist der Universalübersetzer im 22. Jahrhundert – zur Zeit der fünften Serie Star Trek: Enterprise – noch ein etwa taschenlampengroßes Gerät. Im 23. Jahrhundert, zu Zeiten des berühmten Captain Kirk, sieht der Universalübersetzer wie ein aufklappbares Handy aus, während er im 24. Jahrhundert schon so klein ist, dass er bei der Sternenflotte im Kommunikator integriert ist.

Bei anderen Spezies hat der Universalübersetzer andere Bauformen. Bei den Ferengi, einer nur nach Profit strebenden Spezies, sitzt er etwa direkt im Ohr.

Eines scheint in der Star-Trek-Zeit immer noch so zu sein wie heute: Übersetzen und Dolmetschen wird gerne verwechselt. Sonst würde der Universalübersetzer eher Universaldolmetscher heißen, denn seine Aufgabe ist es ja – wie bei Dolmetschern heute – die gesprochene Sprache zu übertragen und nicht wie beim Übersetzen die geschriebene.

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